1.Jugendbericht
Vom 20. bis 25. Juli 2026 fanden auf dem Wannsee die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften (IDJM) im ILCA 4 und ILCA 6 statt. Insgesamt gingen 144 junge Seglerinnen und Segler an den Start.
Karl und ich schlugen vor Ort unser Zeltlager auf und waren gespannt auf die Meisterschaft. Bei Oskar begann die Regatta zunächst mit einigen Problemen bei der Vermessung. Nach mehreren Reparaturen konnte es dann aber endlich losgehen. Karl kam problemlos durch die Vermessung.
An den ersten beiden Tagen herrschten gute Windbedingungen, sodass mehrere Wettfahrten gesegelt werden konnten. Oskar hatte dabei einige gute Momente und konnte auch einzelne gute Wettfahrten ersegeln. Insgesamt reichte es für ihn jedoch leider nicht für die gewünschte Platzierung.
Am dritten Tag nahm der Wind deutlich ab. Mit den sehr leichten Windbedingungen kam Oskar nicht mehr so gut zurecht, wodurch es für ihn schwieriger wurde, gute Ergebnisse zu erzielen. Am vierten und letzten Wettfahrttag war dann leider überhaupt kein Wind mehr, sodass keine weiteren Wettfahrten stattfinden konnten.
Das war etwas schade, da Oskar gerne noch einmal die Chance gehabt hätte, sich zu verbessern. Am Ende belegte er den 63. Platz von 67 Teilnehmern.
Trotzdem war die Meisterschaft eine gute Erfahrung, und Oskar konnte wieder einiges für die kommenden Regatten mitnehmen.
Karl konnte sich unter den herrschenden Bedingungen eine gute Platzierung sichern. Nachdem er sich zunächst einen BFD eingefangen hatte, kämpfte er sich noch auf den 32. Platz vor. Seine beste Wettfahrt segelte er am dritten Tag mit einem starken 16. Platz.
Aus Brandenburg waren insgesamt 17 Segler am Start. Neben dem kompletten Brandenburg Sailing Team hatten sich außerdem vier Segler im ILCA 4 und ein weiterer Segler im ILCA 6 für die IDJM qualifiziert.
Von der SGS war ebenfalls Leo im ILCA 4 (GER 219118) am Start. In seiner Klasse gingen insgesamt 77 Segler an den Start. Leo belegte am Ende den 63. Platz.
Besonders freuen wir uns über den großen Erfolg unseres Brandenburg Sailing Team-Mitglieds Ole Reinhardt vom Stahl Finow. Ole ersegelte einen hervorragenden dritten Platz in der Gesamtwertung und wurde zudem Sieger in der U17-Wertung. Damit konnte er gleich zwei Pokale mit nach Hause nehmen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!
Ein großes Dankeschön geht an das Sailing Team Brandenburg für die tolle Betreuung während der Meisterschaft auf dem Wasser. Ebenso möchten wir uns beim Potsdamer Yacht Club für die gute Organisation und Durchführung der Deutschen Jugendmeisterschaften bedanken.
Euer Oskar (ILCA6 GER 163497) und Karl (ILCA6 GER 224875)
2.Jugendbericht:
Die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft dieses Jahr am Wannsee war definitiv eine Regatta mit zwei Gesichtern. Die ersten drei Tage gab es richtig guten Wind – teilweise bis zu 20 Knoten. Genau das, was man sich als Segler eigentlich wünscht. Die Wettfahrten liefen gut, die Boote waren schnell und es war ordentlich was los auf dem Wasser.
Danach änderte sich das Ganze allerdings ziemlich plötzlich. An den letzten beiden Tagen war nur noch wenig bis gar kein Wind. Und damit wurde aus einer Segelregatta teilweise ein Glücksspiel. Wer eine Böe erwischte, konnte plötzlich ganz vorne mitfahren, während andere wenige Meter daneben praktisch stillstanden.
Besonders verrückt war eine Situation auf dem zweiten Kreuzkurs. Auf der ersten Kreuz war noch ordentlich Wind, doch auf der zweiten Kreuz war auf der rechten Seite plötzlich fast gar nichts mehr. Dadurch konnte es passieren, dass ein Boot, das gerade noch auf Platz eins lag, innerhalb kürzester Zeit auf Platz zehn oder noch weiter zurückfiel.
Ich hatte selbst auch so einen ziemlich verrückten Moment. Auf dem Vorwindkurs war ein anderer Segler ungefähr fünf Meter neben mir. Dann kam eine Böe – und irgendwie hatte ich einfach Glück. Die Böe erwischte mich, ging bestimmt drei Minuten lang und am Ende war ich mindestens 100 Meter vor ihm. Er hatte die Böe einfach nicht bekommen. Da merkt man dann doch, dass beim Segeln manchmal nicht nur Taktik und Technik entscheiden, sondern auch ein kleines bisschen Glück.
Am Ende wurde ich 63. von 77 Teilnehmern. Mit diesem Ergebnis bin ich ehrlich gesagt nicht ganz zufrieden. Ich glaube, dass ich deutlich mehr hätte herausholen können. Es war einfach nicht so ganz meine Woche.
Trotzdem war die Deutsche Meisterschaft insgesamt ein richtig cooles Event. Die Organisation war sehr gut und besonders das Essen nach dem Segeln war ein Highlight. Es gab jeden Tag ein warmes Mittagessen, manchmal wurde sogar gegrillt. Nach mehreren Stunden auf dem Wasser war das natürlich ziemlich perfekt.
Eine Sache war allerdings weniger perfekt: die Sliprampe. Wenn wegen zu wenig Wind eine Wettfahrt abgebrochen wurde und plötzlich bis zu 200 Boote gleichzeitig zurück in den Hafen wollten, wurde es dort richtig chaotisch. 200 Boote und eine kleine Sliprampe sind ungefähr so eine gute Kombination wie Flaute und eine Segelregatta.
Untergebracht war ich zusammen mit meinen Eltern auf einem Campingplatz. Dadurch war die Meisterschaft nicht nur sportlich, sondern auch neben dem Wasser eine schöne Zeit.
Am Ende bleibt vor allem die Erfahrung, dass eine Regatta nicht immer so läuft, wie man es plant. Manchmal hat man perfekten Wind, manchmal steht man herum, und manchmal fährt man mit einer einzigen Böe plötzlich 100 Meter an jemandem vorbei. Genau das macht Segeln aber auch aus.
Euer Leo (ILCA4 GER 219118)






