Am 29.03.2026 ging es, ziemlich vollbepackt, endlich los an den Gardasee. Mit dem Diabolo auf dem Dach vom Skoda und einer Heck-Box hinten dran. Den Slipwagen konnten wir zum Glück auf einem Motorboot verstauen. Hier fand in Torbole das Trainingslager zur Saisonvorbereitung vom Sailing Team Brandenburg statt und ich hatte die Möglichkeit, am ILCA Youth Easter Meeting in Malcesine teilzunehmen. Beim dem Youth Easter Meeting in Malcesine handelt es sich um das legendäre Saisonauftakttreffen der ILCA 4- und ILCA 6-Jugendklassen. Es waren über 300 Segler aus 23 Nationen vor Ort – schon sehr beeindruckend. Begleitet haben mich meine Mama und Christian. Von der SGS hat auch Leo im ILCA 4 teilgenommen, von seinen Erfahrungen berichtet er sicher auch noch. Lange habe ich darauf hingearbeitet und es war eine besondere Erfahrung für mich. Ich war sehr dankbar und auch ziemlich aufgeregt, dass ich überhaupt mitsegeln durfte, weil das nicht selbstverständlich ist. Was mir direkt aufgefallen ist, war der Wind. Im Vergleich zu Brandenburg war der Wind am Gardasee viel stärker und konstanter. Am Anfang war das schon ein bisschen ungewohnt, weil man viel schneller reagieren muss und weniger Zeit hat, Fehler zu korrigieren. Aber genau das hat es auch so spannend gemacht. Ich fand es richtig gut, dass ich dadurch meine eigenen Grenzen austesten konnte. Manchmal war es schon anstrengend und auch ein bisschen stressig, aber gleichzeitig hat es extrem Spaß gemacht, weil man gemerkt hat, wie man immer besser klarkommt. Während der Regatta habe ich viel neues gelernt. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie ich besser mit starkem Wind umgehen kann. In den ersten drei Tagen war es wirklich heftig und ich bin stolz darauf durchgehalten zu haben und landete auf Platz 160 von 171. Bei einer Wettfahrt habe ich ein DNC kassiert da ich es einfach nicht geschafft habe mein Boot aufzurichten und durch das Ziel zu fahren. Leider habe ich auch gleich am ersten Tag beim Ablegen einen Schaden in meinem Ruder kassiert…Was eine Not-OP auf dem Küchentisch nach sich zog. Zum Glück hat es durchgehalten. Am letzten Tag hat der Wind schlagartig nachgelassen was mich am Ende noch ein paar Plätze gekostet hatten da die „Leichteren“ an mir vorbei gezogen sind… Und am Ende bin ich auf Platz 166 gelandet mit viel Erfahrung im Gepäck. Ich habe bei der Regatta auch gemerkt, dass man sich viel mehr konzentrieren muss als beim „normalen“ Segeln, weil jede kleine Entscheidung einen Unterschied machen kann. Insgesamt kann ich sagen, dass die Regatta für mich ein tolles Erlebnis war und ich sehr viel dazu gelernt habe. An den Tagen davor und danach gab es Trainingseinheiten durch den VBS und wir haben uns auf die Saison vorbereitet. Ach und da gab es noch die Trainingseinheit am Mittwochvormittag… SOOOO viel Wind habe ich noch nicht erlebt – Bild vom „baden“ anbei. Danke an die Trainer des VBS für die Unterstützung, das Training und die Wasserbetreuung während der Regatta, an mein Support-Team Christian und Mama und vielen Dank auch an alle Eltern die vor Ort (Hafendienst, Tailer sortieren usw.) waren.
Oskar im ILCA 6 (GER 163497)