Dieses Mal war vieles anders und doch auch wieder nicht.
Am Samstag, den 12.07.25 und Sonntag, den 13.07.2025 bin ich auf dem Wannsee beim Null-Drei-Cup 2025 der Seglervereinigung 1903 e.V. gestartet. Die Regatta war nur für Opti B und knapp 2 Wochen vor den Sommerferien, so dass ich erstmalig alleine (mit Elternteil) zur Regatta fuhr. Marlon hatte für mich organisiert, dass die Trainerin des Spandauer Yachtclubs als Ansprechpartner auf dem Wasser zur Verfügung stand. Nochmals Danke an beide. Das hat mir die Sicherheit gegeben, das Ganze durchzuziehen und auch alleine auf dem Wasser zu sein.
Zwei Wochen zuvor war noch die Frage, ob es 30 oder 35 Grad werden. Je näher der Tag rückte, desto klarer wurde, dass es regnen wird. Es war eher die Frage wie viel. Nun ja, am Samstag waren es 16 Grad und Dauerregen bei 2 Bft, bei der letzten Wettfahrt 1-2 Bft. Am Sonntag war der Regen dann weitestgehend durch und zur Siegerehrung hatten wir Sonnenschein. Windtechnisch tat sich nicht viel mehr. Mit 2 Bft blieb es sehr überschaubar.
Insgesamt starteten trotz des nicht so tollen Wetters 50 Optis. Mein Ziel war klar, es sollten 4 Punkte für den Aufstieg in Opti A her, also eine Platzierung im vordersten Viertel.
Der Start der ersten Wettfahrt lief gut für mich, ich konnte gleich vorne mitsegeln und meinen nach der ersten Kreuz erreichten Platz noch verbessern, so dass ich nach der zweiten Kreuz die Führung übernahm. Nun sind Fehler da um gemacht zu werden. Ich wurde Dritter in dieser Wettfahrt, weil ich Kurs auf eine andere gelbe Tonne nahm statt zur Spierentonne nach Segelanweisung. Da musste ich dann wieder Höhe gewinnen und 2 andere passieren lassen…
Die zweite Wettfahrt verlief zu Beginn ähnlich, ich kam als Fünfter zum ersten Mal um die Ablauftonne. Ich konnte auf Vorwindkurs meinen Abstand zum Dritten und Vierten etwas verkürzen und schaffte vor dem Tor das, was mir selbst umgekehrt schon wiederfahren ist. Ich nahm beiden den Wind und konnte als Dritter durchs Tor segeln und mich gleich ausreichend absetzen, so dass ich wieder Dritter wurde.
Zwei Mal Dritter, das war schon ein guter Start, zumal für den Samstag nur 3 Wettfahrten und den Sonntag 2 Wettfahrten angekündigt waren. Dritter Start und es lief leider anders. Durch einen Frühstart, nicht von mir, sortierte sich alles anders. Da muss ich in Zukunft mehr aufpassen. Ich landete mitten im Pulk und konnte bis zum Start nicht mehr raus. Immerhin schaffte ich es noch bis auf den 14. Platz nach vorne zu kommen. Das war für den Tag zwar ein Dämpfer, aber ein Ergebnis mit dem nach oben noch alles möglich und mein Ziel der 4 Punkte sicher erschien.
Der Sonntag kam, der Regen war nahezu vorbei. Der Wind sehr ähnlich, nur aus anderer Richtung. Wir segelten deutlich weiter draußen, so dass wir zwischenzeitlich Schubverbände neben dem Regattafeld vorbeifahren sehen konnten. Gut gelaunt und hochmotiviert ging es in die vierte Wettfahrt – wieder ein guter Start. Was soll ich sagen, es wurde wieder der dritte Platz.
In der letzten Wettfahrt hätte mir zum zweiten Platz in der Gesamtwertung ein fünfter Platz gereicht, den ersten hätte ich nur mit einem ersten Platz überholen können. Beides wusste ich aber natürlich nicht zu diesem Zeitpunkt. Nur eines war mir klar. Meine 4 Punkte hatte ich sicher. Der Start ging so, ich kam als siebter an der ersten Ablauf-Bahnmarke vorbei und konnte mich auf Platz 6 auf Vorwindkurs verbessern. Am Tor musste ich mich entscheiden links oder rechts herum. Die meisten fuhren links. Ich wollte noch mehr Plätze gut machen und entschied mich für rechts, um nicht nur hinterher zu segeln. Leider die falsche Entscheidung. Ich fiel zurück auf Platz 13, so dass es in der Gesamtwertung der fünfte Platz wurde.
Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung und dem Ergebnis.
Mein diesjähriges Ziel, der Aufstieg in Opti A, ist bei nun 19 Punkten bereits durch eine gewertete Wettfahrt bei der nächsten Regatta auf dem Schwielochsee erreicht. Bedeutet ich kann bereits in diesem Jahr bei der Fritze-Bollmann-Regatta mit den Opti A starten.
Euer Simon, GER 11597