Erster Opti-Meister: Richard Töpfer von der SG Scharmützelsee

Maik Boggasch / 20.09.2018, 12:03 Uhr

Quelle: MOZ ARTIKEL

https://www.moz.de/landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/1/1681915/?utm_source=dlvr.it&utm

Bad Saarow Seit nunmehr zwei Jahren führen die SG Scharmützelsee und der Saarower Segler Vereins am Werl das Wassertraining am Mittwoch gemeinsam durch. Ziel ist es, durch größere Trainingsgruppen regatta-ähnliche Situationen zu generieren, um bei den einen den Ehrgeiz anzustacheln, bei anderen die Scheu vor vielen Booten abzubauen.

Für die Trainer und Betreuer bedeutet dies zwar einen deutlich höheren Aufwand an Planung und Koordination, da sich zwei räumlich getrennte Vereine in einem relativ kleinen Zeitfenster irgendwo auf dem See treffen müssen. Der Anblick der vielen Jugendboote mitten in der Woche entschädigt die Verantwortlichen aber immer wieder.

Zuletzt waren zum Beispiel zehn Optimisten-Segler der SGS und des SSVaW der Einladung des Jugendwartes des Vereins am Werl gefolgt um festzustellen, wer aktuell der oder die Beste ist. Ausgeschrieben waren fünf Wettfahrten auf einem einfachen Dreieckskurs. Dabei mussten die Nachwuchssegler nach einem fliegenden Start anfänglich gegen den Wind aufkreuzen, um in der Folge mit Halb- und Vorwindschenkeln auf einer Zielkreuz wieder ins Ziel zu kommen. Klingt kompliziert, ist es auch, aber die Kids, 9 bis 14 Jahre alt, lösten die Aufgabe meist recht ordentlich.

Dabei mussten die Optimisten, die je nach Leistungs- und Erfahrungsstand normalerweise in A- und B-Gruppen gewertet werden (1. oder 2. Liga) diesmal gegeneinander antreten nach dem Motto: Es kann nur einen Scharmützelsee-Meister geben. Und von Beginn an zeigten auch einige Segler der 2. Liga, dass sie durch um Titel und Pokal mitkämpfen wollten. So ersegelte sich Esther Schüler (SSVaW) in der zweiten Wettfahrt den Sieg, nachdem sie zum Auftakt nur knapp geschlagen Dritte geworden war. Die größere Erfahrung der A-Segler Freya Schüler (SSVaW) und Richard Töpfer (SGS) machte sich dann aber ab der dritten Wettfahrt bemerkbar, als die Windbedingungen zunehmend schwieriger wurden.

Kleine Drehungen um fünf bis zehn Grad, die im normalen Leben völlig ohne Belang sind und deswegen gar nicht wahr genommen werden, entscheiden beim Segeln oft über Sieg und Platz. Und hier zeigte das Duo ganz deutlich, warum es in der 1. Liga starten darf. Mit dem Wechsel der Plätze 1 und 2 in den übrigen drei Wettfahrten hatten Freya und Richard am Ende die gleiche Punktzahl auf dem Konto. Es stand also unentschieden. Ein Entscheidungsrennen – oder auch ein Elfmeterschießen – sind im Segeln relativ schwierig umzusetzen, deshalb gilt bei Gleichstand der als Sieger, der die bessere letzte Wettfahrt absolviert hat. Und so darf sich Richard Töpfer erste Opti-Scharmützelsee-Meister nennen, schließlich hatte es so eine Veranstaltung bisher noch nie gegeben. Als Trost für den „nur“ zweiten Platz nahm Freya Schüler aber einen eigenen Siegerpokal mit nach Hause, da sie gleichzeitig Vereinsmeister des SSVaW wurde. Sie wechselt übrigens in eine andere Bootsklasse, auf den Laser 4.7.

Ihre jüngere Schwester Esther wurde Dritte. Im nächsten Jahr gehört sie dann schon zu denerfahrenen Seglerinnen und wird dann sicher von den B-Optis gejagt.

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